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16.02.2026

RED-Richtlinie und Cybersicherheit: ein neuer Standard für Funkanlagen

Erfahren Sie, wie die neuen Cybersicherheitsanforderungen der RED-Richtlinie den Einsatz und Betrieb von 4G-/5G-Repeatern in Mobilfunknetzen beeinflussen.

Der starke Ausbau der Mobilfunknetze hat die Rolle von Funkanlagen in Telekommunikationsinfrastrukturen grundlegend verändert. Lange Zeit wurden diese Geräte hauptsächlich unter dem Aspekt der Funkleistung und der elektrischen Sicherheit bewertet. Heute unterliegen sie verstärkten Anforderungen an die Cybersicherheit.

Mit der Weiterentwicklung der RED-Richtlinie wird die regulatorische Konformität ausdrücklich um den Schutz von Netzen und Daten erweitert. Cybersicherheit wird damit zur Voraussetzung für 4G- und 5G-Repeater sowie für andere aktive Funkanlagen.

 

Warum sich die RED-Richtlinie in Richtung Cybersicherheit weiterentwickelt hat

Zunehmend vernetzte Funkanlagen

Funkanlagen in modernen Mobilfunknetzen sind längst keine passiven Komponenten mehr. Sie verfügen über Software-Schnittstellen, Funktionen zur Fernüberwachung sowie IP-Konnektivität für den Betrieb. Diese höhere Vernetzung verbessert Leistungsfähigkeit und Flexibilität der Netze, erhöht jedoch auch die Angriffsfläche für Cyberbedrohungen – insbesondere in Indoor- und sicherheitskritischen Umgebungen.

 

In diesem Kontext beschränkt sich ein 4G-/5G-Repeater nicht mehr auf die reine Signalverstärkung. Er wird zu einem aktiven Netzbestandteil, der mit anderen Anlagen und gegebenenfalls mit umfassenderen IT-Systemen interagiert. 

 

Vom technischen Risiko zur regulatorischen Anforderung

Bis vor Kurzem konzentrierte sich die RED-Richtlinie hauptsächlich auf die Nutzung des Funkspektrums und die elektrische Sicherheit von Geräten. Risiken durch Cyberangriffe wurden dabei nur unzureichend berücksichtigt, obwohl vernetzte Anwendungen zunehmend an Bedeutung gewinnen.

 

Die Weiterentwicklung des regulatorischen Rahmens schließt diese Lücke und spiegelt den Willen der europäischen Behörden wider, die Anforderungen an Funkanlagen an die operativen Realitäten moderner Mobilfunknetze anzupassen.

Artikel 3.3 der RED-Richtlinie: konkrete Anforderungen

Verhinderung von Störungen und Beeinträchtigungen des Netzes

Artikel 3.3 führt Anforderungen ein, die sicherstellen sollen, dass Funkanlagen nicht zur Störung oder Überlastung von Netzen genutzt werden können. Dies betrifft insbesondere Szenarien großflächiger Angriffe, bei denen unzureichend gesicherte Geräte missbräuchlich eingesetzt werden könnten. Hersteller sind daher gefordert, Anlagen so zu konzipieren, dass anormales Verhalten begrenzt und böswillige Ausnutzung verhindert wird. Die durch Artikel 3.3 eingeführten Cybersicherheitsanforderungen basieren auf drei zentralen Prinzipien :

Schutz der Kommunikationsnetze

Funkanlagen, einschließlich 5G-Repeater, dürfen nicht zur Störung, Überlastung oder Umleitung von Mobilfunknetzen ausnutzbar sein.

Absicherung von Daten und Datenströmen

Die über die Anlage übertragenen Daten müssen durch geeignete Maßnahmen wie Verschlüsselung und Zugriffskontrollen geschützt werden.

Vermeidung missbräuchlicher Nutzung

Bei integrierten sensiblen Funktionen müssen Risiken böswilliger Nutzung bereits durch Sicherheitsmaßnahmen im Design reduziert werden.

Absicherung von Daten und Datenströmen

Vernetzte Funkanlagen verarbeiten oder übertragen sensible Daten, etwa Konfigurationsinformationen, Überwachungsdaten oder netzbezogene Nutzungsdaten. Die RED-Richtlinie verlangt hierfür geeignete Schutzmechanismen, darunter verschlüsselte Datenübertragung und ein sicheres Zugriffsmanagement.

 

Diese Anforderungen gelten unmittelbar für 4G-/5G-Repeater, insbesondere bei Einsätzen in professionellen oder industriellen Umgebungen, in denen Vertraulichkeit und Datenintegrität entscheidend sind. 

 

Auswirkungen der RED-Richtlinie auf 5G-Repeater in Mobilfunknetzen

4G-/5G-Repeater als aktive Netzkomponenten

In Mobilfunknetzen spielen 4G-/5G-Repeater eine zentrale Rolle bei der Erweiterung der Netzabdeckung und der Verbesserung der Dienstqualität, insbesondere in komplexen Indoor-Umgebungen. Ihre Position innerhalb der Funkkette macht sie zu strategischen technischen Komponenten mit direktem Einfluss auf Stabilität und Verfügbarkeit des Netzes.

 

Entsprechend wird die Einhaltung der Cybersicherheitsanforderungen zu einem entscheidenden Kriterium für Betreiber und Netzverantwortliche.

Cybersicherheit und betriebliche Zuverlässigkeit

Cybersicherheit beschränkt sich nicht auf den Schutz vor externen Angriffen. Sie trägt auch zur Gesamtzuverlässigkeit des Netzes bei, indem Risiken durch unkontrollierte Zugriffe oder unsichere Software-Updates reduziert werden.

 

 

Ein RED-konformer 4G-/5G-Repeater unterstützt somit die Sicherstellung der Dienstkontinuität und das Risikomanagement – über die reine regulatorische Konformität hinaus.

 

Entwicklung RED-konformer Repeater

Integration der Cybersicherheit bereits in der Designphase

Die Erfüllung der Anforderungen der RED-Richtlinie erfordert einen ganzheitlichen Entwicklungsansatz. Cybersicherheit muss bereits in frühen Entwicklungsphasen berücksichtigt werden – von der Softwarearchitektur über Authentifizierungsmechanismen bis hin zu sicheren Update-Prozessen über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg.

 

Dieser Ansatz ermöglicht es, regulatorische Entwicklungen frühzeitig zu antizipieren und eine nachhaltige Konformität sicherzustellen.

 

Der XG-RF® Nexis Repeater

Der XG-RF® Nexis Repeater folgt diesem Ansatz. Er wurde entwickelt, um die aktuellen Anforderungen der RED-Richtlinie – einschließlich der Cybersicherheitsaspekte – zu erfüllen, und integriert Schutzmechanismen, die auf moderne Mobilfunkanwendungen abgestimmt sind.

 

Diese Konformität unterstreicht den Anspruch, Anlagen bereitzustellen, die europäischen Standards entsprechen und den Erwartungen von Netzbetreibern und Integratoren in Bezug auf Leistung, Zuverlässigkeit und Sicherheit gerecht werden.

 

Die Weiterentwicklung der RED-Richtlinie stellt einen wichtigen Schritt zur Standardisierung der Cybersicherheit von Funkanlagen dar. Für Mobilfunknetze, und insbesondere für 4G-/5G-Repeater, wird regulatorische Konformität zunehmend zu einem Qualitäts- und Zuverlässigkeitsmerkmal.

 

Die Auswahl von Anlagen, die diese Anforderungen erfüllen, ermöglicht es, regulatorische Vorgaben frühzeitig zu berücksichtigen und gleichzeitig die Sicherheit und Zukunftsfähigkeit der Netzinfrastruktur zu stärken. Telenco unterstützt Akteure im Mobilfunkbereich bei der Umsetzung dieser neuen Standards.

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